Kundenservice
07741 833-605
Mo-Do: 8-12 u.14 -16 Uhr
Fr: 8-12 Uhr

Störungsnummer
Strom: 0152 546505-08
Wasser: 0152 546505-10
Außerhalb der Servicezeiten

Blockheizkraftwerk Tiengen Stadtmitte

Mit dieser Anlage werden folgende Gebäude über ein Nahwärmenetz mit zugeordneten Übergabestationen wärmetechnisch versorgt:

Ostnetz

  • Neues Finanzamt, Bahnhofstraße 5
  • Sparkasse Hochrhein, Kirchplatz 2
  • Katholisches Gemeindehaus, Kirchplatz 1
  • Katholische Kirche, Kirchplatz 6
  • Reserveabgang im Bereich Hotel Bercher/AWO

Westnetz

  • Bahnhofsgebäude
  • Altes Finanzamt, Bahnhofstraße 11
  • Bahnhofstraße 13
  • Schwarzenbergstraße 4
  • Fa. Villiger, Schwarzenbergstraße 3-5
  • Fa. Villiger, Martin-Luther-Straße 4
  • Fa. Villiger, Bahnhofstraße 13
  • Fa. Villiger, Breitestraße 2
  • Vorbereitung ev. Gemeindehaus / Pfarramt / Kirche
  • Bauamt Stadt Waldshut-Tiengen, Sulzerring 6
  • Johann-Peter-Hebel-Schule, Schulstraße 1
  • Musikschule, Breitestraße 7
  • Pflegeheim, Bahnhofstraße 10
  • Seniorenzentrum, Bahnhofstraße 12

Nahwärmenetz

Als Material für die Nahwärmeleitungen wurden neben wärmegedämmten Stahlrohren, Kunststoffleitungen, teils im Doppelrohr, teils als Einzelrohre verlegt. Die Verlegetiefe beträgt rd. 1,0 bis 0,8 m. Die Gesamtlänge des Netzes beträgt aktuell rd. 2300 lfdm (VL und RL).

Heizleistung

Die Heizlastsumme der angeschlossenen Gebäude beträgt aktuell 1934 kW. Unter Berücksichtigung der Gleichzeitigkeit wird die erforderliche Wärme von folgenden Wärmeträgern erzeugt:

  • Gasbrennwertkessel I 742 kW
  • Gasbrennwertkessel II 742 kW
  • BHKW I 48 kWel / 78 kWth / 140 kW Gasbezug
  • BHKW II 67,5 kWel / 111 kWth / 197 kW Gasbezug

Abgas

Die BHKW-Module werden wärmegeführt betrieben. Es werden Maschinen mit 3-Wege-Katalysator mit folgenden Abgaswerten eingesetzt:

  • NOX < 250 mg/mN3
  • CO < 300 mg/mN3
  • Abgasmassenstrom feucht 447 kg/h

Wirkungsgrad der BHKW Module

  • Elektrischer Wirkungsgrad Volllast 34,3 %
  • Thermischer Wirkungsgrad Volllast 56,4 %
  • Gesamtwirkungsgrad 90,7 %

Bei den Kesselanlagen handelt es sich um gasbefeuerte Heizkessel mit Gebläsebrenner. Die Kessel verfügen über ein CE-Kennzeichen, Produkt-ID CE-0085 AU 0315.

Abgaskennwerte

  • bei Teillast Massenstrom 340 kg/h
  • bei Volllast Massenstrom 1140 kg/h
  • bei Teillast Abgastemperatur 30° C
  • bei Volllast Abgastemperatur 70° C

Abgasführung

Sämtliche Kesselanlagen sowie die BHKW-Module verfügen über eine jeweils zugeordnete Abgasleitung. Die Kaminanlage ist im Gebäude als freistehende Edelstahlsystemanlage erstellt. In die jeweiligen Abgasverbindungsleitungen wurden hochwirksame Schalldämpfer installiert.

Wasseraufbereitung

Die Heizanlage wird gemäß VDI-Richtlinie 2035 von 1996 und 2005 sowie gem. VdTÜV-Richtlinie TCH 1466 bzw. AGFW 5/15 mit aufbereitetem Wasser betrieben. Das anfallende Kondensat wird über eine Neutralisationsanlage gemäß ATV DVWK-A 251, DVGW-VP 114, DIN 4716-1 bzw. DIN 4716-2 geführt. Der pH-Wert des anfallenden Kondensats aus den Maschinen bzw. der Kaminanlage wird auf >6,5 angehoben und erst dann dem Entwässerungssystem zugeführt.

Schallschutz

Neben den Abgasschalldämpfern wurde größter Wert auf eine entsprechende Schallentkopplung vom Gebäude gelegt. Des Weiteren wurden die notwendigen Außenluftansaugungen und Fortluftanlagen mit großzügigen Schalldämpfern ausgerüstet um die gesetzlich vorgeschriebenen Immissionsrichtwerte zu unterschreiten. Die Immissionsrichtwerte außerhalb von Gebäude nach TA-Lärm von

  • Tags 55 dB(A) allg. Wohngebiete
  • Nachts 40 db(A) allg.

Wohngebiete werden mit den vorgesehenen Maßnahmen problemlos eingehalten.

Regelung

Sämtliche Aggregate wie BHKW, Kessel bis hin zu den Übergabestationen sind mittels Datenleitung verbunden und werden am Leitrechner angezeigt. Die aktuellen Werte der Anlage können parallel zum Bedienfeld am Schaltschrank in der Leitwarte der Stadtwerke eingesehen werden. So ist sichergestellt, dass im Falle einer Störung unverzüglich reagiert werden kann und eine aufwändige Suche hinsichtlich des Verursachers aufgrund der selektierten Störmeldungen vermieden wird. Gleichzeitig bietet das installierte MSR-System Vorteile hinsichtlich des Monitorings. Die umfangreichen Daten der Anlage können in einfacher Weise ausgewertet und Sollwerte ggf. verändert werden. So ist eine ständige Optimierung der Anlage möglich, was besonders während der Startphase und bei Netzerweiterungen den Betrieb erheblich vereinfacht. Eine Modemanbindung ermöglicht es dem BHKWHersteller, sowie der MSR-Firma die Anlage in Abstimmung mit den Stadtwerken einer Fernwartung zu unterziehen, was sich wiederum kostensenkend auf die Wartungsarbeiten auswirkt.