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Grundwasserbohrungen im Bürgerwald von Tiengen

Die Grundlage der Trinkwasserversorgung der Stadt Waldshut-Tiengen bilden die Quellen und Tiefbrunnen der Stadtwerke Waldshut-Tiengen. Von besonderer Bedeutung sind dabei die Tiefbrunnen, da diese über das ganze Jahr eine stabile Versorgung gewährleisten, während die Quellen in Trockenzeiten deutlich weniger Wasser liefern.

Derzeit werden Erkundungsbohrungen für einen neuen Brunnenstandort durchgeführt, da einer der Tiefbrunnen ersetzt werden muss, da der Grundwasserschutz für diesen Brunnen nicht gewährleistet werden kann.

Mit Hilfe von Erkundungsbohrungen untersuchen die Geologen des Ingenieurbüros Fritz Planung den Aufbau der geologischen Schichten und die Mächtigkeit der Grundwasser tragenden Schichten im Tiengener Bürgerwald.

Die Geologen suchen nach einem Standort, bei dem ausreichend viel Grundwasser gefördert werden kann. Angestrebt wird eine Brunnenleistung von über 100 Kubikmeter pro Stunde.

Wichtigstes Standortkriterium ist neben der richtigen Menge auch eine gute Qualität des Grundwassers. Dieses muss mindestens den Anforderungen der Trinkwasserverordnung genügen, damit ein Trinkwasserbrunnen für die öffentliche Versorgung gebaut werden kann.

Die bisherigen Bohrergebnisse zeigen mächtige, Wasser erfüllte, Kiesschichten, die durch feinkörnige Ablagerungen aus der Eiszeit vor direktem Oberflächeneinfluss geschützt sind. Eine Bohrung wurde schon zu einem Versuchsbrunnen bis 57 m Tiefe ausgebaut.

Mit Hilfe des Versuchsbrunnens wurde erfolgreich ein Brunnentest durchgeführt, der schon gute Ergebnisse lieferte. Weitere Pumptests müssen noch durchgeführt werden, bei denen länger Grundwasser aus dem Brunnen gepumpt wird und auch die Qualität des Grundwassers bei dauerhafter Trinkwasserförderung geprüft wird. Außerdem wollen die Geologen durch umfangreiche Laboruntersuchungen herausfinden, ob das Brunnenwasser qualitativ dem Grundwasser der Klettgraurinne zwischen Oberlauchringen und Klettgau entspricht, oder ob Einflüsse aus dem Wutachgebiet erkennbar sind.

Die Bohrarbeiten und Pumpversuche werden voraussichtlich bis Ende Februar dauern. Alle Beteiligten hoffen, dass die Ergebnisse so gut sein werden, dass ein neuer Trinkwasserbrunnen gebaut werden kann.

Aufgestellt:

i.A. Klaus Kleiner (Diplom-Geologe), Fritz Planung GmbH, 18.12.2017, Bad Urach

 

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